Physikalische Chemie - Al-Shamery

Welche Rolle spielen Stäube in der Atmosphärenchemie?

Ob und in welchem Umfang sich die Erde erwärmen wird oder in welchem Umfang das Ozon der Erdatmosphäre, das schädliche UV-Strahlung (<300 nm) abfängt, abgebaut werden wird, versucht man mit Modellierungen vorherzusagen. Dabei werden detaillierte Kenntnisse zu den chemischen Reaktionen von gasförmigen Molekülen verwendet, die in den letzten Jahrzehnten weltweit mit geballten Anstrengungen von zahlreichen Forschern untersucht wurden. Ein wichtiger Faktor, nämlich die Rolle von Wolken, kann bisher jedoch nicht adäquat abgeschätzt werden und findet daher in den Modellierungen nur in Form von empirischen Korrekturfaktoren Eingang.

Daher ist man in jüngster Zeit dazu übergegangen, verstärkt die Chemie an sogenannten Aerosolen (Nebel) zu untersuchen. Für die Wolkenbildung wichtig sind Staubpartikel. An diesen Partikeln können Reaktionen aber völlig verschieden von denen der Moleküle in der Gasphase verlaufen.

Im Arbeitskreis von Frau Professor Al-Shamery wählt man daher einen Ansatz, bei dem ganz grundlegend untersucht wird, wie zunächst Wasser überhaupt mit einer Oberfläche, wie man sie z.B. an einem Staubpartikel finden könnte, reagiert. Aus derartigen Untersuchungen soll abgeleitet werden, welche Materialien reaktiv und daher in der Atmosphärenchemie möglicherweise wichtig sind.

Imke Brunk und Ulrich Leist

Seiten zum Thema "Stäube in der Atmosphärenchemie"

Themen der Wochenschau: