
Physikalische Chemie - Al-Shamery
Warum riechen manche Autokatalysatoren nach faulen Eiern?
Beim kurzzeitigen Beschleunigen des Autos ist der Brennstoffverbrauch häufig erhöht. Um den Verbrauch zu reduzieren werden sauerstoffspeichernde Materialien verwendet. Diese bestehen heutzutage aus Ceroxid in der porösen Katalysatorschicht, das mit weiteren, stabilisierenden Oxiden, die Sinterprozesse minimieren, kombiniert werden (high-tech-Dreiwegekatalysatoren).
Nur 3 Gewichtsprozent Ceroxid im Aluminiumoxid inkorporiert und für 24 Stunden bei 932°C der Luft ausgesetzt ergaben in den ersten Versuchen Anfang der 80er Jahre eine Steigerung der CO/NO-Umsatzeffizeinz von 15-20%. Da Ceroxid auch Sulfate speichert, die unter fetten Bedingungen zu Schwefelwasserstoffen reduziert werden, werden zusätzliche Schwefelwasserstofffänger verwendet. Somit konnte der Geruch nach faulen Eiern von neuen Katalysatoren, der bei sogenannten High-tech-Dreiwegekatalysatoren in den Jahren 1986 bis 1992 auftrat und der auf Schwefelwasserstoff zurückzuführen ist, unterbunden werden.
In den USA basierten diese Zusatzkomponenten auf Nickel. In Europa werden andere Schwefelwasserstofffänger verwendet, da man befürchtete, es könnten sich giftige Nickelcarbonyle bilden. Auch eine thermische Vorbehandlung der Ceroxidschichten (Reduzierung der Oberfläche des Ceroxids) vor Benutzung war hilfreich, um dieses Problem in den Griff zu bekommen.
Seiten zum Thema "Katalysatoren":
- Autokatalysator
- Chemie und nötige Elektronik eines Autoabgaskatalysators
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- Kaltstartprobleme
- Grundlegende Forschung an der Universität Oldenburg im Arbeitskreis Al-Shamery
- Interessante Beiträge in der Aktuellen Wochenschau zu verschiedenen Teilaspekten (heterogene Katalyse, Nanomaterialien, zukünftige Technologien im Automobilbereich)
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